Die Zange

Erfolgreich bei der Jagd und in der Politik ist „Die Zange“. Bei der Kesseljagd wird das Wild von „Treibern“ den Schützen zugetrieben. In der Politik treibt die „veröffentlichte Meinung“ die Wähler den Parteien zu. Zugegeben – eine einfache Darstellung der Geschehnisse. Wer jedoch könnte widersprechen, einige Körner Wahrheit blitzen schon hervor.
Wo bei den Kesseljagden dem Wild nur eine kleine Chance bleibt, nicht erlegt zu werden. – Den Wählern bleibt es jedoch ohne Benachteiligung offen, sich von der Politik einfangen zu lassen oder nicht!

Wer Wahlen zu allen Zeiten, ob Gemeinde-, Landes- oder Bundestagswahlen, verfolgt, wird feststellen, daß der Anteil der sogenannten Nichtwähler im Bereich zwischen fünfzig und zwanzig Prozent liegen. Bei den Bundestagswahlen eher ein Bereich von zwanzig Prozent „Nichtwähler“ bis zu den Gemeindewahlen bei denen auch schon mal unter fünfzig Prozent „Nichtwähler“ zu vermerken sind. Wobei der Begriff „Nichtwähler“, für sich alleine, keine klare Ansage ist.

Gründe für eine Wahlverweigerung, die sich hinter dem Begriff „Nichtwähler“ in Wahrheit verstecken, können deren viele angeführt werden. Urlaub, Krankheit, Arbeit können jedoch in Zeiten der Briefwahl nicht helfen.
Wirkliche Gründe wie Unzufriedenheit, Antipathie, sind schon ernster zu nehmen. Verwerfliche Gründe sind Feigheit vor einer Entscheidung, bzw. Gleichgültigkeit.

Weil wir Menschen nun einmal so sind, wie wir sind, liegt der „Schwarze Peter“ im Feld der Politik. Wenn die Politiker, die es in Wirklichkeit nicht gibt, sondern es gibt nur den Politiker in der Verantwortung, sich entschließen könnten den Mut aufzubringen, eine Wahlrechtsänderung zu diskutieren, in der am Ende ein Beschluß steht der besagt:

Alle Wahlberechtigten werden in den Parlamenten abgebildet. Im Klartext: Für die Anzahl der sogenannten Nichtwähler werden Parlaments-Sitze gemäß der Anzahl der bei der jeweiligen Wahl festgestellten „Nichtwähler“ eingerichtet. Diese Stimmen der „Nichtwähler“ zählen immer als Nein-Stimmen.

 wäre dies dann eine Herausforderung für die Parlamente, ihre Gesetze nicht nur für das ganze Volk zu beschließen, sondern auch mit dem ganzen Volk.

Ein Gedanke zu „Die Zange“

  1. Die demokratischen Wahlkämpfe mit Treibjagden auf Wild zu vergleichen ist angebracht. Das aufgestöberte Wild ist dann zur Strecke gebracht, wenn es seine Wahlstimme für eine der Blockparteien aus der Demokratischen Einheitspartei Deutschlands (DED) abgegeben hat (auch ohne getötet worden zu sein). Gibt es seine Stimme gar nicht ab, so zählt es als Kollateralschaden oder als entwischt. Stimmt es aber für eine Oppositionspartei oder einen Oppositionspolitiker (das sind wilde Parteien, die noch nicht als Blockpartei in die DED aufgesogen werden konnten), so stellt es für den Staat eine Gesundheitsgefahr wie ein tollwütiges Tier dar, welches Ansteckungsgefahr in sich birgt.

    Um die Ansteckungsgefahr zu mindern kommt seine Stimme in Quarantäne, was meist mit einer x%-Hürde funktioniert ― und wird im Gesamtergebnis nicht gezählt. Schaffen Oppositionelle es doch einmal, diese Hürde aus dem Stand zu überwinden, herrscht Aufregung. Lassen jene sich nicht als Blockpartei einfangen („kaufen“), werden sie mit den verfügbaren Mitteln mundtod gemacht und nach Kräften behindert. Freibleibende (= nicht vergebene) Parlamentssitze wären also schon wirkungsvoll, solche Machenschaften zu entwerten.

    Der schwächste Punkt sind wie immer die Wähler, weil sie keine Routine im politischen Geschäft erwerben können und deswegen leicht zu täuschen und zu treiben sind. Seit Beginn der BRD konnte bei den Wahlen niemals Wahlfälschung in großem Stil nachgewiesen werden, wie das z.B. in der DDR der Fall war. Trotzdem wurden unbeirrbar Politiker in Ämter gehievt, wo sie (bewußt, vielleicht auch mal unbewußt) großen Schaden zu Lasten des deutschen Volkes angerichtet haben, dafür aber Kräften nützten, deren Interessen sie gar nicht zu vertreten hatten (also Verfassungs- und Vertrauensbruch begingen).

    Strenge, mitleidlose Menschen könnten also argumentieren:
    „Die Wähler haben das so gewollt. Wie bestellt ― so serviert; sollen sie ihre Suppe doch jetzt auslöffeln!“

Schreibe einen Kommentar