Wenn die Dämme brechen

Wenn die Dämme brechen.
Es ist immer dasselbe. Ursachen für eine Handlung werden geflissentlich übersehen und die Folgen groß ins Bild gestellt. Ein alltäglich passierender Vorgang: zwei Männer begegnen sich auf einer Straße, ein Disput beginnt und steigert sich auf. Passanten werden aufmerksam und schauen zu. Einer der Männer tritt dem Anderen mit seiner Schuhspitze vor dessen Schienbein – worauf dieser mit einem Faustschlag an den Kopf seines Kontrahenten reagiert.
Wer die Umstehenden befragt, wird von der Mehrheit der Zuschauer, der mit der Faust zugeschlagen hat, als Angreifer bezeichnet.

Unsere etablierte politische Kaste in ihrem „Wolkenkuckucksheim“, fernab vom Geschehen auf den Straßen und Plätzen unserer Bundesrepublik Deutschland, sehen nicht den Tritt vors Schienbein – ja „Sie“ sehen überhaupt nichts! – Aber urteilen im vollsten Brustton der Überzeugung.
1789 ging das französische Volk auf die Barrikaden. Es wehrte sich gegen die Alleinherrschaft des Königs und die Privilegien der Oberschicht.

Dies war 1789, dies war in Frankreich – man sollte nie niemals sagen!

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