Darf ein Journalist lügen?

Darf ein Journalist lügen?
Ein demokratischer Staat wird glaubwürdig, wenn er der Berichterstattung keiner Zensur unterwirft. Unsere Welt wäre schon liebenswürdiger, wenn wir alle Engel wären. Unsere Realität sieht jedoch anders aus.
Uns Konsumenten, ob vom Radio, Fernsehen, Presse oder Internet steht eine große Auswahl an Informationen zur Verfügung. Auswahl heißt nicht nur so, sondern wir müssen auswählen. Nach Goethes Faust: Da steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor. ist dieser Zustand weltbekannt.

Eine zivilisierte Menschheit müßte in der Lage sein, hier Hilfsdienste
anbieten zu können. Ein Vorschlag: Trennung von Bekanntmachung und Information.

Eine Bekanntmachung hat sich neutral an Fakten zu halten. Jegliche Beeinflussung ist untersagt! Die Betonung liegt auf jegliche. Damit ist die Forderung erhoben auf vollkommene Neutralität! Diese Bekanntmachungen sollten dann auch auf den ersten Blick als solche erkennbar sein. Wer diese Vorzugsstellung in der Berichterstattung verletzt, bzw. mißbraucht muß mit einem lebenslänglichen Berufsverbot belegt werden können.

Im Bereich Information sollte sich an die Wahrheit gehalten werden. Der Begriff Wahrheit ist mehr oder weniger dehnbar. Eine klare Trennung von einer Lüge sollte schon „standesgemäß“ sein.

Allein der Umstand einer überwachten und strafbewehrten, absoluten Trennung von Bekanntmachung und Information, so diese in nationaler und internationaler Gesetzgebung verankert ist, gibt uns Bürgern die Möglichkeit, in freier Entscheidung und Sicherheit an Diskussionen teilnehmen zu können. Für die Zwischenräume wäre dann die Persiflage zuständig.

Schreibe einen Kommentar