Grenzen einmal positiv betrachtet

Von interessierter Seite werden Grenzen vorwiegend als ein Übel dargestellt. Es kommt immer auf Situation und Betrachtungsweise an. Vorab den Hinweis, daß Art und Anzahl von Grenzen schier unübersehbar sind. Der erste Gedanke an eine Grenze ist die zwischen zwei oder mehreren Staaten. In unserer Frühgeschichte bestanden bereits Abgrenzungen zwischen Bewohnern an ihren jeweiligen Orten. In der Zeitenfolge wurden aus den Orten über Gemeinden, Bezirken Länder und Staaten.

Jeder Mensch hat im Umgang mit seinen Mitmenschen automatisch Grenzen. Frauen sehen im allgemeinen den Küchenbereich als „ihren“ Bereich an. Bei Männern ist sein Bereich, wo sein Schreibtisch steht. In einer intakten Familie wird es keinen Streit geben, wenn der Mann der Frau in den Kochtopf guckt und die Frau sich im Schreibtisch des Mannes umschaut.  Es soll schon Fälle gegeben haben, wo diese Belanglosigkeiten zum Streit geführt hatten.

Entweder wohnt die Familie in einem Mehrfamilienhaus oder im eigenen Haus auf eigenem Grund und Boden. Im Mehrfamilienhaus ist die Wohnungstür eine Grenze. Ebenso sind die Trennwände zur Nachbarwohnung Grenzen. Die Wohnungstür wird allgemein als Grenze respektiert. Somit ist die Begegnung durch diese ein Überschreiten eines Hoheitsbereiches und somit, auch rechtlich abgesichert. Bei den Trennwänden zwischen den Wohnungen kann die leicht schalldurchlässige Bauweise zu Grenzüberschreitungen Anlaß geben. Im eigenen Haus auf eigenem Grundstück, kann es die Grundstücksgrenze sein, deren Überschreitung zu Ärger Anlaß gibt.

Wenn wir Bürger uns im öffentlichen Raum befinden, kann bereits ein versehentliches Anrempeln als eine Grenzüberschreitung aufgefaßt werden. Wer keine Absicht hat, einen Streit — Grenzüberschreitung — zu provozieren, wird mit einem freundlichen — Entschuldigung — einer „Eskalation“ aus dem Wege gehen. Am Arbeitsplatz, ob im Büro oder in einer Werkhalle, passieren alltäglich ungezählte Grenzüberschreitungen. Bei einem guten Betriebsklima fällt dies nicht ins Gewicht. Wo Nickeleien vorherrschen können sich, wie bei allen bewußten Grenzüberschreitungen, daraus Streitereien und Tätlichkeiten entwickeln.

Wenn dann in eine homogene Bevölkerung Menschen hineinströmen, die von ihrer Kultur her ein ganz anderes „Selbstbewusstsein“ mitbringen ― dann wird aus einem Wortwechsel, bzw. einer Rempelei Mord.

Zusätzlich zu denn allgemeinen Empfindlichkeiten wirken hier religiöse Unterschiede in besonderem Maße ein. Eine Verletzung seiner Ehre wird empfunden und impulsiv wird mit dem Messer zugestochen.

Hier helfen keine Appelle an Grenzen mehr. Mit diesen Menschen ist in unserem Kulturkreis kein Zusammenleben möglich. Alle Politiker, wie Gutmenschen ― die sich dieser Erkenntnis entziehen, sind mit verantwortlich für jeden Bürger der in unserem Land von diesen „Goldstücken“ ermordet wird. –

Beihilfe zum Mord ist eine Straftat! Das ist die negative Seite wenn Grenzen nicht eingehalten werden.

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