Demokratie eine Fata Morgana?

Demokratie eine Fata Morgana?
Allemal wenn Wahlen anstehen, werden unsere Politiker „aktiv“. Ob bei innerstaatlichen Wahlen in der BRD oder bei der Wahl fürs Europa-Parlament.
Selbst in einer Demokratie, die als Volksherrschaft übersetzt werden darf, bildet der Mehrheitsentscheid nicht wirklich die Mehrheit ab.
Wer sich der Mühe unterzieht, die Wahlergebnisse jeweils in ihrer
Gesamtheit zu werten, wird o.g. Behauptung bestätigt finden.
Selbst bei den „Erfindern“ der Demokratie, den alten Griechen wurde eine Mehrheit für einen bestimmten Kreis festgestellt.
Für die Bundesrepublik Deutschland ist des Pudels Kern, es werden nur die Stimmen der Wahlberechtigten gewertet, die an der Wahl teilnehmen.
Ergebnis erste Bundestagswahl.
Wahlberechtigte 31.207.620 X X
Wähler, Wahlbeteiligung 24.495.614 78,5 X
Ungültig 763.216 3,1 X
Gültig 23.732.398 96,9 X
Damit ist festzustellen, daß bereits damals ca. 20 % der Wahlberechtigten nicht gewertet wurden.

Dieser Vorgang wiederholt sich bei jeder Wahl, ob
Bundestags- oder Landtagswahlen. Wobei der Anteil der wahlberechtigten deren Stimmen nicht gewertet werden, bei einigen Wahlen ca. 45 % beträgt.

Unser Gesellschaftssystem benachteiligt viele Staatsbürger, indem ihre Einkommensverhältnisse so gestaltet werden, daß beim Ausscheiden aus dem Erwerbsleben Einschränkungen, bis hin zur Inanspruchnahme öffentlicher Unterstützung zum Überleben notwendig werden.

Diese Erniedrigung geht mit der Einschränkung der freien Beweglichkeit einher.
Darum sollte zumindest zum Ausgleich die Gewichtung des einzelnen Bürgers sich bei „demokratischen“ Entscheidungen und Wahlen nicht auch noch fortsetzen.

Ein Staat, eine Gesellschaft, ein Volk, eine Überlebensgemeinschaft,
zumal wenn diese sich mit dem hehren Begriff Demokratie schmückt, muß in der Lage sein, „Gerechtigkeit gegenüber jedermann walten zu lassen“.

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