Mit dem Kopf durch die Wand — EU-Vertrag von Lissabon

Wenn Otto Normalverbraucher sich so verhält wie in diesen Tagen und Wochen die „Eliten” der EU-Lissabon-Befürworter, würde das geflügelte Wort „Mit dem Kopf durch die Wand” aus allen Medien hervorquellen. Wenn jedoch Joschka Fischer und Jacques Delors in Phoenix (Freitag, 27.06.2008, um 17 Uhr) ihre Gedankengänge eines Europas der mehreren Geschwindigkeiten zur Diskussion stellen rauscht Beifall auf. Selbst ihre Vorstellungen eines Kerneuropa unter Hinweis darauf, daß der Euro auch nicht in allen Staaten der EU Währung ist, konnte keine Kritiker aus dem Publikum hervorlocken.

Fischers genialer (oder auch teuflischer) Vorschlag, die Menschen in Europa nur vor die Wahl zu stellen, für Europa oder gegen Europa, ist an Überheblichkeit und Mißachtung des freien Willens Europas Bürger nicht mehr zu überbieten. Demokratische Entscheidungen sollen dem Motte „friss oder stirb” geopfert werden. Nachdenken steht den Menschen in Europa im allgemeinen nach Fischers Willen nicht zu. Dazu fühlt sich einer der auf Polizisten mit Steinen geworfen hat, sich dann in Amt und Würden von diesen Polizisten beschützen ließ, berufen. Gestern noch mit Steinen geworfen und heute „wutschnaubend” gegen Entscheidungen freier Bürger sich ereifern.

Auf solche Ratgeber können Befürworter des EU-Vertrages von Lissabon stolz sein.

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